Für die Blue Card in Deutschland werden Englisch-Testzertifikate wie IELTS, TOEFL, Cambridge English, telc English und IET offiziell anerkannt, sofern sie den CEFR-Niveaustandards entsprechen. Entscheidend ist das ausgewiesene Sprachniveau und die Aktualität des Nachweises. Bewerber benötigen in der Regel mindestens das Niveau B2 oder C1, abhängig vom Jobprofil.
Wessen Zertifikat noch fehlt, kann unkompliziert den eigenen Sprachnachweis aktualisieren und davor den Englischstand online testen.
Vergleich zugelassener Englisch-Zertifikate für die Blue Card
Wer sich um eine Blue Card bemüht, muss bei Behörden und Arbeitgebern belegen, dass er sich auf Englisch sicher verständigen kann. Jede Prüfung betont andere Schwerpunkte – wie Hörverstehen, Schreiben, Sprechfertigkeit. Kosten und Gültigkeit unterscheiden sich klar. Wer schon einmal vor dieser Wahl stand, kennt das Gefühl: Es ist wie das Auswählen eines Werkzeugkastens. Du bist sicherer, wenn du das passende Werkzeug griffbereit hast.
| Testformat | Anerkanntes CEFR-Niveau | Gültigkeit | Durchschnittliche Kosten | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| IELTS | B2–C1 | 2 Jahre | 230–260 € | International anerkannt, Academic & General Module |
| TOEFL iBT | B2–C1 | 2 Jahre | 240–260 € | Am beliebtesten bei Universitäten |
| Cambridge English (CAE/FCE) | B2–C1 | Unbegrenzt | 170–260 € | Unbegrenzte Gültigkeit, renommierter Abschluss |
| telc English | B2–C1 | Unbegrenzt | 150–200 € | Häufig genutzt für Einwanderung & Beruf |
| International English Test (IET) | B2–C1 | 2 Jahre | ca. 120 € | Digital, flexibel buchbar, offizieller CEFR-Nachweis |
- Alle oben genannten Zertifikate erfüllen die Vorgaben für die Blue Card – solange das bestätigte Sprachniveau und Gültigkeit passen.
- Cambridge und telc punkten wegen unbegrenzter Gültigkeit, IELTS/TOEFL/IET wegen digitaler Flexibilität.
CEFR-Niveau und berufliche Relevanz für Blue Card Bewerber
Das Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (CEFR) strukturiert den Nachweis von Englischkenntnissen klar zwischen A1 (Anfänger) bis C2 (annähernd muttersprachlich). Für Blue Card Bewerber ist mindestens das Niveau B2 Pflicht, für viele akademische oder technische Berufe sogar C1. Der Unterschied: Wer ein höheres Level nachweist, beweist mehr als „gute Grammatik“ – es zeigt, dass man in Projekten, Meetings und mit internationalen Teams wie selbstverständlich bestehen kann.
Der CEFR-Nachweis ist damit so etwas wie das Führerschein-Äquivalent in der Berufswelt: Ohne ihn bleiben einem viele Stellen schlicht verschlossen.
- B2 = Sicheres Gespräch, Fachliteratur verstehen, E-Mail-Kommunikation
- C1 = Gehobene Diskussionen, Präsentationen, Verhandlungen auf Englisch
- Ein offizielles Zertifikat ist als Nachweis Pflicht im formellen Bewerbungsprozess
Das Thema Entwicklung bei Online-Sprachtests ist dynamisch. Wer mehr darüber lesen möchte, wie sich digitale Prüfungen und Anerkennung verschieben, sollte den Beitrag Die Zukunft des Online-Englischlernens und -Testens: Das erwartet uns 2026 konsultieren.
Anerkennungsverfahren und Behördenerwartungen in Deutschland
Ein Englischzertifikat ist erst dann gültig, wenn es: 1) direkt vom Anbieter stammt, 2) klar den Level (z. B. „CEFR: B2“) ausweist und 3) – falls gefordert – nicht älter als 24 Monate ist. Die Einreichung erfolgt meist digital mit Beglaubigung, einige Behörden wollen zusätzlich Übersetzungen bei fremdsprachigen Zeugnissen.
Arbeitgeber und Behörden achten streng darauf, dass Name, Prüfdatum und Level übereinstimmen – Abweichungen können das ganze Verfahren ausbremsen. Im Zweifel zählt immer die aktuellste Regelung aus den Visa- und Migrationsbehörden.
- Tipp: Vor Einreichung die Behörde telefonisch nach dem akzeptierten Zertifikat fragen!
- Private Arbeitgeber sind etwas flexibler, öffentliche Einrichtungen prüfen strikter
Einfluss des Englischzertifikats auf Gehalt und Karrierechancen
Englischkenntnisse wirken sich wie ein Turbo aufs Gehalt aus – besonders in IT, Technik oder Forschung. Wer ein höheres CEFR-Level mit Zertifikat nachweisen kann, startet nicht nur leichter ins Bewerbungsgespräch, sondern verhandelt auf Augenhöhe beim Gehalt. In einzelnen Fachbereichen erhöhen zertifizierte Englischkenntnisse das Jahresgehalt teils um bis zu 15%.
Stellen Sie sich Ihre Sprachzertifikate wie Bonuspunkte bei einer Kreditkarte vor: Sie kosten zuerst etwas Energie und Aufwand, bringen aber am Ende konkrete berufliche Vorteile. Ohne Nachweis bleibt das „Englisch: gut“ im Lebenslauf oft wertlos.
- Unverzichtbar für Karriere in Mangelberufen (Ingenieure, IT, Medizin, Forschung)
- Klares Unterscheidungsmerkmal bei gleichwertigen Bewerbern
- Für Führungspositionen wird C1 oft vorausgesetzt
Eine Aktualisierung Ihres Englischzertifikats – zum Beispiel mit einem schnellen Online-Test – spart im Antrag oft Wochen Wartezeit. Beginnen Sie mit einer Probeprüfung, um gezielt Schwächen zu finden. Investieren Sie dann gezielt in die Prüfung, die am besten zu Ihrem Berufsziel und Budget passt – das lässt sich noch heute in Angriff nehmen.
FAQ
Welcher Englischtest wird für die Blue Card am meisten verlangt?
IELTS, TOEFL und Cambridge English werden am häufigsten akzeptiert, mittlerweile auch telc English und der International English Test (IET).
Wie alt darf mein Englischzertifikat maximal sein?
Bei IELTS, TOEFL und IET meist nicht älter als zwei Jahre. Cambridge- und telc-Zertifikate haben keine Ablaufgrenze, trotzdem zählt das Prüfungsdatum.
Welches Sprachniveau brauche ich für die Blue Card?
Mindestens B2. Für akademische oder hoch spezialisierte Stellen wird oft C1 verlangt.
Akzeptieren alle Arbeitgeber digitale Zertifikate?
Die Tendenz geht Richtung Akzeptanz digitaler Zertifikate, aber bei öffentlichen Stellen sollte man vorher nachfragen.
Kann ich mein Zertifikat nachreichen, falls es fehlt?
Grundsätzlich ja – aber der Blue Card-Prozess verzögert sich dadurch erheblich. Besser ist die frühzeitige Vorbereitung.